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Programmieren und Roboter für Kids

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Programmieren und Roboter für Kids

Mit diesem ersten Artikel zum Thema Programmieren für Kids, starten wir eine neue Reihe rund um das Thema „Digitale Ausbildung“ in und um die Schule. Die Zeiten in denen wir es uns aktiv aussuchen konnten, ob wir uns mit dem Thema Programmieren und Technik beschäftigen möchten, oder halt eben nicht, sind schon lange vorbei. Entsprechende Voraussetzungen, technische Zusammenhänge zu verstehen oder zumindest technische Geräte zu bedienen, ist quasi Grundvoraussetzung für immer mehr Berufe. Während selbst die Unterschrift beim Paketboten nur noch digital geleistet werden kann, wird es in vielen, ohnehin schon anspruchsvollen Berufen, schnell schwierig ohne entsprechende Fertigkeiten.

Online-Tools zum Programmieren lernen

Mit den erhöhten Anforderungen an ein Verständnis für die Programmierung bzw. das lesen von Code, erblickten auch viele, meist kostenlose, Online-Tools das Licht der Welt. Bereits im Jahr 2011 wurde die interaktive Lernplattform Codecademy gegründet. Das Online Portal, welches seinen Nutzern auf spielerische Art und Weise (auch Gamification genannt) das Programmieren beibringt, erfreute sich insbesondere in den Jahren 2011-2013 großer Beliebtheit. Der Enthusiasmus war so groß, dass sogar der damalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg per Twitter verkündete, das Jahr 2012 dazu nutzen zu wollen, per Codecademy programmieren zu lernen.

 

Doch die Codecademy ist nicht die einzige interaktive Lernplattform, die sich in den letzten Jahren aufgemacht hat der Welt das Coden beizubringen. Zu den bekanntesten Wettbewerbern zählen die Code School (mittlerweile Pluralsight), Khan Academy oder das Freecodecamp. Über die „reinen“ interaktiven Code Editoren hinaus hat sich eine ganze Reihe an Projekten entwickelt, die in eher schulischer bzw. universitärer Form Lerninhalte zum Thema MINT bereitstellt. Auf Plattformen wie Coursera, Edx.org oder Udacity, werden statt einzelner Lerninhalte ganze Kurse zu einem spezifischen Thema angeboten. Meist wird hier das Gelernte nach jeder Einheit in Form eines Quiz oder einer interaktiven Programmieraufgabe im Browser abgefragt. Besteht ein Nutzer diese knappen Prüfungen wird in vielen Fällen ein Zertifikat ausgestellt, welches einem die erfolgreiche Teilnahme bescheinigt.

Robotersets: Technik zum anfassen

Über das reine Programmieren hinaus, bieten moderne Techniksets einen Blick über den Tellerrand. Verschiedenste Robotersets verknüpfen die rein digitale, mit der anfassbaren Welt. Mit am längsten am Markt dürfte der Vertreter von LEGO sein – das bereits im Jahre 1998 auf den Markt gebrachte Vorgängerprodukt, macht den LEGO Mindstorms Roboter zu einem echten Veteranen.

Spannende neue Projekte in dem Bereich gibt es aber auch. So erfreut sich beispielsweise Robo Wunderkind großer Beliebtheit, dies sowohl auf dem Hobby-Markt als auch als Unterrichtsgegenstand samt Lehrmaterial. Wir sind selbst gespannt, wie es sich anfühlt das Thema Programmieren und Technik mit den tollen Produkten von Robowunderkind zu erlernen und werden in Kürze eine Serie von Artikeln zu dem Thema verfassen (Stay tuned!).

 

Alles in allem lässt sich sagen, dass man heute in fast keinen Job mehr ohne fundierte IT-Kenntnisse auskommt. Hier geht es schon lange nicht mehr um das „Beherrschen von MS-Office“, mit dem man noch vor einigen Jahren in seinem Lebenslauf Punkten konnte. Wenn die erhöhten Anforderungen schon jetzt für gestandene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer feststehen, so können sich unsere Kids erst recht nicht mehr davor verstecken. Unsere Kinder müssen sich eine solide Basis erarbeiten, die ein lebenslanges Lernen von IT-, und Technikfertigkeiten ermöglicht. In der Breite ist das im Bildungsplan noch nicht verankert – gut Ding will schließlich Weile haben. Doch wo die Schule (noch) etwas Zeit braucht, zeigen spannende Startups uns bereits den Weg selbstbestimmten Lernens. Happy coding!