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Ordnung im Lehrerbüro gegen Chaos und Frust

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Ordnung im Lehrerbüro - Titelbild

Ordnung im Lehrerbüro gegen Chaos und Frust

Nur das Genie beherrscht das Chaos! Es gibt wenige Menschen, die das von sich behaupten können. Wir Lehrer hingegen müssen es jeden Tag neu unter beweisen. Papier, Bücher, Hefte – Unsere Arbeitszimmer versinkt oft im Chaos. Resigniert fällt Dir ein: Ordnung ist das halbe Leben. Nur wie zum Teufel bekommen wir diese Hälfte in den Griff?

Wenn sich etwas ändern muss

Zugegeben ist das Lehrerbüro ein besonderer Ort. Jeden Tag schleppst Du Arbeitsblätter und Klassenarbeitshefte hinein. Dazu kommen Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Notizzettel, Unterrichtsvorbereitungen und vieles mehr. Nach einer Weile fragst Du Dich verzweifelt, wohin mit dem ganzen Zeug. Suchend fällt Dein Blick auf den Schreibtisch. Doch dort stehen schon Dein Laptop, das Telefon und der Drucker. Daneben liegen Schere, Kleber, Tacker sowie eine Menge loses Papier, nebst einigen Broschüren. Und ob das nicht genug wäre, mickert oben rechts eine halbvertrocknete Zimmerpflanze vor sich hin. Sie könnte mal wieder einen Schluck Wasser vertragen! Doch egal, Dein Problem ist jetzt, wohin mit dem neuen Stapel Klassenarbeiten. Da auch Dein Wandregal vollgestopft ist, legst Du ihn auf den Fußboden, gleich neben den von der 8b. Letzteren wolltest Du heute sowieso korrigieren. Du atmest tief durch, schaust Dich um und nimmst Dir vor: So geht das nicht weiter, hier muss sich etwas ändern …

Tabula rasa mit Konsequenz

Wenn beim Anblick Deines Büros Stress in Dir aufkommt und sich in Sachen Ordnung nachhaltig etwas ändern soll, bleibt Dir nichts weiter übrig, als Tabula rasa zu machen. Das bedeutet, Du musst Deinen Schreibtisch komplett abräumen. Leere auch sämtliche Schubfächer sowie Regale bis auf das letzte Schnipsel aus. Dann lege alles sortiert auf den Fußboden. Danach wischst Du Fächer und Schreibtisch gründlich ab und stellst nur noch das auf Deinen Arbeitsplatz, was Du täglich brauchst. Das werden Dein Telefon, der Computer mit Zubehör, eventuell eine Schreibtischlampe und ein paar Schreibutensilien sein. Alte und defekte Gerätschaften, zum Beispiel die Hundert leeren Kulis oder die ausgetrockneten Klebesticks, wandern unbesehen in den Müll. Ebenso solltest Du beim Papier nicht zimperlich sein. Nur aktuelle Sachen, wie Klassenarbeiten und ausgewählte Bücher, dürfen bleiben. Überholte Arbeitsblätter, Vorlagen, altes Infomaterial etc. geht durch den Reißwolf bzw. kommt in den Papierkorb.

Ordnung mit System schaffen

Nach dem „Ausmisten“ musst Du überlegen, nach welchem System Du Dein Material verteilen willst. Wie Du es machst, hängt von Deinen Präferenzen und Bedürfnissen ab. Empfehlenswert ist eine Gliederung in Eingang, Wiedervorlage und Ablage. Auf Deinem Schreibtisch sollten dabei nur die Papiere liegen, die Du gerade bearbeitest. Sieh Dich ruhig in Deinem Arbeitszimmerum und sei realistisch: Reichen die vorhandenen Fächer aus, genügen sie Deinem System? Wenn nicht, gehe in den nächsten Baumarkt und besorge Dir passende Regalsysteme und/oder rollbare Beistellschränke. Zusätzlich dürfen es auch ein paar Ordner oder Hängeregistraturen sein. Natürlich musst Du danach alles beschriften. Ähnlich verfährst Du mit Kleinteilen, wie Kreide, Pinnwandnadeln, Füllerpatronen, Büroklammern usw. Diese Utensilien kannst Du in Aufbewahrungsboxen packen, die Du in unterschiedlichen Größen ebenfalls im Baumarkt oder Schreibwarengeschäft erhältst. Versuche von diesen Dingen, so viel wie möglich in Deinem Lehrerbüro zu Hause aufzubewahren. Der Platz im Lehrerzimmer Deiner Schule ist sicher beschränkt.

Digital verwalten spart Zeit und Platz

Um Platz zu sparen, überlege bitte, was Du statt in Papierform lieber digital aufbewahrst. Lege Dir im Computer ein sinnvolles Ordnersystem an, das Du soweit als möglich an die Systematik Deiner Fächer im Arbeitszimmer anpasst. Scanne die infrage kommenden Dokumente und vernichte deren physische Existenz. Ausdrucken kannst du sie immer wieder. Recherchiere in diesem Zusammenhang auch mal im Internet. Für Lehrer gibt eine Menge brauchbare (sogar kostenlose) Software, mit der Du Deinen Berufsalltag organisieren kannst. Außerdem wäre es vorteilhaft, mit einem Smartphone ausgerüstet zu sein. Nicht nur, dass Du mit Deinen Schülern mithältst, Du bist zudem von jedem Ort aus in der Lage vieles, einschließlich Deines Terminkalenders, zu verwalten.

Wohlfühlen in gediegener Atmosphäre

Hinsichtlich eines gesunden Arbeitsplatzes, wäre außerdem überlegenswert, Dir bei Bedarf einen rückenfreundlichen Bürostuhl und einen größeren Bildschirm zuzulegen. Vielleicht auch eine ergonomische Mouse sowie ein Pad mit einem netten Foto drauf. Es könnte Dich bei der Arbeit an Deine Familie oder den letzten Urlaub erinnern. Überhaupt solltest Du in Deinem Arbeitszimmer eine angenehme Atmosphäre schaffen. Du hast es Dir verdient, nach einem anstrengenden Unterrichtstag auf schön gestaltete Wände, Bilder sowie Grün zu blicken. Päpple also den halbvertrockneten Blumentopf wieder auf und kaufe Dir ein paar neue Pflanzen dazu. Du wirst sehen, Sie beruhigen Dich und besorgen Dir eine frische Brise beim arbeiten. Und wenn es um die Luft geht, dürfte wohl eines klar sein: Aschenbecher & Co. haben auch in einem Lehrerbüro nichts verloren!

Ordnung im Lehrerbüro gibt Kraft für die Arbeit und das private Leben

Der Lehrerberuf ist einer der anspruchsvollsten und vielleicht nervenaufreibendsten den es gibt. Gerade Du hast es Dir verdient, zur Nachbereitung der Schule mit Lust ins persönliche Refugium abzutauchen. Ein schön gestalteter Arbeitsplatz, Ordnung und frische Luft sind dafür die wichtigsten Voraussetzungen. Dein Büro spendet Dir Kraft, auch für Dein privates Leben, für Deine Familie und Deine Freunde.